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Geschäftsidee des Monats: Aloha Deutschland, Hawaiihemden aus Wiesbaden – www.alohadeutschland.com

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Von Anja Baumgart-Pietsch. Fotos Annika Schulz Photography / Lichtrausch Fotografie

Aloha! Das klingt viel netter als „Moin“, „Tach“ oder „Servus“. Die hawaiianische Grußformel ist deutlich vielschichtiger: Sie wird sowohl beim Kommen als auch beim Gehen verwendet und kann mit „Liebe“, „Mitgefühl“ oder „Zuneigung“ übersetzt werden. Aloha ist für den Hawaiianer eine Art Lebensphilosophie, die für ein gutmütiges, freundliches und tolerantes menschliches Miteinander steht. Das hat Christian Jakob, seit zehn Jahren in Wiesbaden lebend und mit philippinischen Wurzeln ausgestattet, herausgefunden, und es gefällt ihm. So gut, dass er nun Hawaiihemden auf den Markt bringen will. Die Crowdfunding-Kampagne zur Geschäftsidee hat ihr Ziel fast erreicht. Noch zwei Tage bleiben den Fröhlich-Machern, 

Der Designer arbeitet bei einer Werbeagentur und wollte, vom „Aloha“ inspiriert, sein eigenes Ding machen. Der bekennende Hawaiihemdenträger hatte auch den passenden Geistesblitz dazu: Ein Wiesbaden-Hawaiihemd sollte es sein, denn eine Stadt mit drei Lilien auf blauem Grund im Wappen sei dazu ja geradezu prädestiniert, fand Jakob. Also, über die Stadt hinaus gedacht, ein „Deutschlandhemd“ mit selbst entworfenem Stoffmuster, denn die heraldische Lilie war ihm zu streng. Christian Jakob zeichnete Lilien und Platanenblätter, dazu noch andere „typisch deutsche“ Motive: Neben den Wiesbadener Lilien gibt es noch Rheingauer Riesling-Trauben, Vergissmeinnicht und Löwenzahn. Dann suchte er eine Stofffabrik in Deutschland, die ihm diese Textilien herstellen könnte, denn auch die Produktion sollte im eigenen Land stattfinden. „Bio – oder Fairtrade-Baumwolle klappt momentan noch nicht, dann würde ein Hemd um die 200 Euro kosten“, bedauert Jakob.

Crowdfunding soll Startkapital bringen

Seine Kollegin Rebecca Kerbeck, begeisterte Hobbyschneiderin, entwarf die Prototypen der Hemden und Damenblusen. „Zwei Stunden kalkuliere ich für ein Hemd“, sagt Kerbeck, die tatsächlich plant, alle Teile selbst herzustellen. Bevor die Produktion aber in Serie gehen kann, brauchen die beiden Jungunternehmer entsprechendes Startkapital. Damit ein Hemd oder eine Bluse später zum Preis von etwa 85 Euro verkauft werden kann – hochpreisiger als Kettenware, aber günstiger als ein Haute-Couture-Stück – müssen sie nämlich sehr viele Meter Stoff abnehmen. Die kosten wiederum Geld, das die beiden nicht über Kredite, sondern über Crowdfunding erwirtschaften wollen. Auf der Plattform „Startnext“ haben die beiden, die noch von Modedesignerin Vanessa Sandweg unterstützt werden,  jetzt ungefähr ein Viertel des benötigten Startkapitals zusammen. Die Aktion läuft noch bis Mitte des Monats. Wer sich beteiligt, erhält sein erstes Kleidungsstück später etwas günstiger oder kann sich ein kleines Dankeschön auswählen, zum Beispiel ein T-Shirt mit kleinen Applikationen des Hawaiihemdenstoffs.

„Das ist auch was für Leute, denen der Modemut für ein Hawaiihemd fehlt, die uns aber trotzdem unterstützen wollen“, wirbt Christian Jakob. Der Begriff „Aloha“ ist als Marke bereits von einer australischen Firma geschützt worden, darum nennt sich das Label jetzt offiziell „Schönwetterfront“, doch nutzt den schönen Südsee-Gruß in seinen Mustern trotzdem. Ein bisschen bangen die Jungdesigner noch um den Start ihres ambitionierten Projektes, denn wenn es bei Startnext nicht klappt, dann klappt es gar nicht. „Dann würden die bisherigen Unterstützer auch ihr Geld zurückbekommen.

Werbetour auf Kreativmessen und im Rheingau

Aber so weit denken wir nicht“, finden die beiden Optimisten, die sich auf den ersten „Aloha“-Sommer freuen. Auf kleinen Kreativmessen oder – gerade in Bezug zum Rieslingmuster – im Rheingau klappern sie mit ihren Stoffmustern und ersten Prototypen gerade kräftig für ihr „Herzblutprojekt“. Erweiterungen, zum Beispiel als Kinderkollektion, „schwirren schon im Hinterkopf“, so Jakob. Zu den Optionen gehört auch, das Wiesbaden-Hemd als offizielles Souvenir anzubieten. „Oder beim StadtStück“, dem Laden in der Taunusstraße, wo es Wiesbaden-Devotionalien der besonderen Art gibt. Ab Mai soll auf jeden Fall ein Onlineshop an den Start gehen. Im Bekanntenkreis haben sie mit ihrer Idee bereits jede Menge Furore gemacht. „Neben Karl Lagerfeld sehen wir uns noch nicht“, grinst Rebecca, „aber wir haben schon große Lust, die Leute im großen Stil mit schönen, bunten Shirts auszustatten.“  Ein bisschen bunteres Bild abzugeben – das steht Deutschland ja gerade in diesem Jahr auch ausgezeichnet.

http://blog.alohadeutschland.com/

Hier geht es direkt zur Crowdfunding-Kampagne: https://www.startnext.com/alohadeutschland

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