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Das große 2×5-Interview: Marc Dieroff, Leiter Impfzentrum Wiesbaden, 49 Jahre, 3 Töchter

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr.

BERUF

Sind Sie der größte Lebensretter Wiesbadens?

Nein, das würde ich nicht sagen. Es ist aber schon eine gewisse Art von Befriedigung, wenn man 150000 Impfungen durchführen und einen Immunisierungsprozess begleiten und gestalten kann – also zu organisieren, dass Menschen nicht schwer krank werden, nicht ins Krankenhaus müssen, nicht auf einer Intensivstation landen. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Maria (Janine) Vinha, Vorsitzende VOLT-Fraktion, 39 J., 1 Tochter (14)

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr.

BERUF/UNG

Ihr seid mit VOLT als Neulinge aus dem Stand mit Fraktionsstärke ins Wiesbadener Rathaus gewählt worden. Das hattet ihr auch als Wahlziel genannt. Aber unter uns: Habt ihr da wirklich dran geglaubt?

Damit haben wir nicht wirklich gerechnet. Ein oder maximal zwei Sitze, das dachten wir schon. Aber drei? Da haben wir erst mal – digital – die Korken knallen lassen. Das war etwas surreal: Was bedeutet das jetzt eigentlich? Wie gründe ich eine Fraktion? Allein der organisatorische Kram. Da mussten wir uns erst mal einlesen. Jörg Heimlich (Leiter Büro der Stadtverordnetenversammlung) hat uns beratend zur Seite gestanden. Der Empfang im Rathaus war super herzlich. Das hätte ich mir fast kühler vorgestellt, mit der Konkurrenz der Parteien. Aber alle sind auf uns zugekommen, haben uns gratuliert und auch gesagt, dass wir als Neulinge gerne mit Fragen auf sie zukommen können. Wir wurden auch kontaktiert in Sachen Regierungsbildung und haben Gespräche geführt. Wir wären auch bereit, – dafür sind wir ja da, um mitzugestalten und dafür zu sorgen, dass Sachen auch so umgesetzt werden können, wie wir uns das vorstellen. Wenn wir da Einfluss nehmen können, machen wir das natürlich auch. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Noah Said, Vorsitzender Jugendparlament Wiesbaden, 20 Jahre

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr.

BERUF/UNG

Was ist und was macht das Wiesbadener Jugendparlament?

Das Jugendparlament ist die Repräsentation aller 20.000 Jugendlichen Wiesbadens. 31 gewählte Mitglieder von verschiedensten Schulen versuchen, Ideen umzusetzen, die Jugendliche betreffen und interessieren. Das kann der Ausbau von Radwegen sein, aber auch Partys oder Freizeitangebote, das Schaffen von Parcours-Möglichkeiten, mehr Sicherheit in Nightlinern oder das Erlauben von Containern. Umwelt und Nachtleben haben wir als wichtigste Themen festgelegt. Nachtleben fällt gerade raus, deshalb richten wir den vollen Fokus auf dem Thema Umwelt. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Katharina Schenk, Leiterin Schloss Freudenberg, 34 Jahre, 1 Tochter

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr

BERUF

Schloss Freudenberg ist ein „Gesamtkunstwerk“. Wie meint ihr das?

Unsere Grundidee und Einladung ist es, dass die Menschen, die ins Schloss kommen, Autor*in, Regisseur*in, Spieler*n, Zuschauer*in ihres eigenen Lebenstheaters werden – und dabei mit der Frage konfrontiert werden: Wo stehe ich? Wo will ich hin? Was ist mein nächster Schritt? Das ist eine Art Sozialkunstwerk: Menschen werden bei uns durch die Kunst an Dinge erinnert, die eigentlich schon da waren, die aber vergessen werden über den Tag, über Lebensabschnitte. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Sascha Lenz, Barbetreiber, 44 Jahre, Initiator Initiative Wiesbadener Gastronomen

Interview: Dirk Fellinghauer, Foto: Arne Landwehr. 

BERUF

Gut ein halbes Jahr Corona liegt hinter uns – was hat die Pandemie in der Wiesbadener Gastroszene bisher angerichtet?

Es findet eine Auslese statt. Einige haben schon geschlossen, wahrscheinlich wird es noch einige mehr treffen in den nächsten Monaten. Viele zehren noch vom Terrassengeschäft und rüsten hier auf. Aber wenn es kalt ist, ist es kalt, Heizstrahler hin oder her. Da wollen die Leute rein. Wenn andere Gastronomen so einfallsreich sind und sagen, die Gäste sollen Skiwäsche anziehen, das sehe ich nicht so. Generell: Die Umsätze sind drastisch eingebrochen. Wir selbst haben zum Glück viele Rücklagen, aber auch das geht irgendwann zur Neige. Viele Vermieter sind nicht gerade kulant. Und wenn die Miete gestundet wird, bringt das auch nichts, wenn man später, wenn noch weniger Geld da ist, noch mehr bezahlen muss. Was uns fehlt, sind die großen Feste. Alle Hoffnungen richten sich jetzt auf den Weihnachtsmarkt. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Axel Klug, City-Manager, 55 Jahre, 2 Töchter

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr.

BERUF

Sind Sie der Retter der Wiesbadener Innenstadt?

Es gab Leute, die mich als Retter der Wiesbadener Innenstadt erwartet haben. Das ist ein hoher Anspruch, den keine Person alleine erfüllen kann. Die funktionierende Innenstadt ist eine Aufgabe, die Fähigkeiten und Kompetenzen einzelner Personen weit übersteigt. Es ist Teamwork, anders funktioniert City-Management nicht. Hier in Wiesbaden ist der City-Manager Teil des Teams im Referat für Wirtschaft und Beschäftigung. Wir entwickeln vieles gemeinsam. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Jason Papadopoulos, Engagiert für Gemeinwohl-Ökonomie, 42 Jahre

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr

BERUFUNG

Was bedeutet Gemeinwohl-Ökonomie?

Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) bietet eine verlockende Alternative zur kapitalistischen Marktwirtschaft: Geld und Märkte sollen den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Es geht nicht mehr um Wirtschaftswachstum, sondern um die stetige Erhöhung des Gemeinwohls – basierend auf den Werten Menschenwürde, Mitgefühl, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie auf demokratischer Mitbestimmung und Transparenz. „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ So steht es schon im Grundgesetz.  Das Instrument der Gemeinwohl-Bilanzierung soll die Gemeinwohl-Orientierung eines Unternehmens messbar machen – auf Basis einer Matrix mit insgesamt 20 Indikatoren. Der Ansatz umfasst alle Bereiche der Gesellschaft. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Andrea Kuhlenschmidt, Busfahrerin, 25 Jahre

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr.

BERUF

Busfahrerin, das ist nicht gerade ein typischer Beruf für eine 25-jährige Frau. Wie kamen Sie darauf?

Dass ich einmal Busfahrerin werden wollte, diesen Traum hatte ich schon lange. Allein schon die Sitze fand ich immer cool. Nach meiner Ausbildung zur Hauswirtschafterin habe ich erst mal bei einer Bäckerei und dann in einem Supermarkt gearbeitet. Ich komme aus Hamburg. Als ich mich dort bei den Verkehrsbetrieben als Busfahrerin beworben habe, bekam ich Absagen. Dann habe ich auf YouTube die Videos von ESWE Verkehr entdeckt, mit denen sie Busfahrer gesucht haben. Dort wurde ich genommen. Nach einer beschleunigten Grundqualifikation zur Busfahrerin in der ESWE-eigenen Fahrschule, die drei Monate dauerte, startete ich im November 2017 in meinen neuen Beruf. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Birgit Goehlnich, Ständige Vertreterin der Länder bei der FSK, 64 Jahre, 2 Söhne

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr.

BERUF

Jeder kennt die FSK, kaum jemand weiß, was genau die FSK macht – und wie. Klären Sie uns doch mal auf.

Die Hauptaufgabe der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft ist die Altersfreigabe von Filmen. Dabei ist die Frage: Welches sind Inhalte, die Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigen? Die FSK besteht seit 70 Jahren in Wiesbaden. Deswegen haben wir zurückgeblickt, wie sich FSK und Jugendschutz entwickelt haben. Das Ergebnis: Die Werte haben sich im Laufe der 70 Jahre verändert und mit ihr auch die problematischen Inhalte Gewalt, Drogen und Sexualität. Was früher im Vordergrund stand, ist heute eher unproblematisch.  Aktuell spielen Gewalt, Diskriminierung und Sprache eine viel größere Rolle. Hate Speech etwa, auch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Das Thema Nacktheit ist nicht mehr so kritisch im Jugendschutz. Das war früher anders. Denken wir an Hildegard Knef und „Die Sünderin“: Da wurde allein der Wille einer Frau, aus ihrer Beziehung auszubrechen, kritisch beurteilt. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Philipp Salamon-Menger, 42 Jahre, Direktor Volkshochschule Wiesbaden, 3 Töchter

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr.

BERUF

Ein neues Jahrzehnt hat begonnen. Was muss passieren, damit es für die vhs Wiesbaden „goldene Zwanziger“ werden?

Ich hoffe nicht, dass es insgesamt allzu viele Analogien zu den 1920er-Jahren gibt. Für goldene Zwanziger Jahre bräuchten wir ein interessiertes Publikum, das an politischen Themen interessiert ist und mit uns daran arbeiten will, dass wir nicht wieder Straßenschlachten, Weltwirtschaftskrisen und am Ende eine braune Herrschaft haben. Wir wollen hoffen, dass sie mit uns daran arbeiten, sich politisch, gesellschaftlich, gesundheitlich bildend und weiterbildend auf dem Laufenden zu halten – natürlich gemeinsam mit allen Teilen der Stadtgesellschaft. Wenn dann die Stadtverordneten ihren Weg weitergehen, mit dem sie die goldenen Zwanziger eingeläutet haben, nämlich der Kultur und der vhs insbesondere mehr Geld zu überweisen, dann sind das ganz gute Auspizien. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Pfarrer Matthias Loyal, Vorstandsvorsitzender EVIM, 58 Jahre, 3 Kinder

Von Dirk Fellinghauer. Foto Arne Landwehr.

Wer und was gehört alles zu EVIM?  

Der Evangelische Verein für Innere Mission in Nassau heute ist eine gemeinnützige Organisation mit über 60 sozialen Einrichtungen und Diensten in Hessen und Rheinland-Pfalz. Der Verein und seine Gesellschaften beschäftigen rund 2600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Altenhilfe, Behindertenhilfe, Jugendhilfe, Bildung und in Service-Angeboten. Besonders dankbar sind wir für das anhaltend enorme Engagement von rund 650 Ehrenamtlichen und jungen Freiwilligen. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Jeroen Willemse, 22 Jahre, Vorsitzender AStA der Hochschule RheinMain

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto Arne Landwehr.

Welches sind aus Sicht des AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) die drängendsten Probleme für Studierende zum Semesterstart 2019/20 in Wiesbaden?

Vor allen Dingen Wohnraum. Zu Beginn des Semesters kommen unglaublich viele Studis zu uns und haben Probleme, Wohnraum zu finden. Viele pendeln deswegen. Manche haben das Glück, in der Nähe zu wohnen. Es gibt aber auch Studierende zum Beispiel aus Gießen, die dann sehr weit pendeln müssen, weil sie nichts finden. Daneben sind wir auch schon beschäftigt mit der anstehenden Novellierung des Hochschulgesetzes, ein Riesenthema ist die Systemakkreditierung. Das wird sich über Jahre hinziehen, aber wir wollen schon jetzt dranbleiben, dass wir so viel Studierende wie möglich in diesen Prozess integrieren und unsere Stimme einbringen können. (mehr …)