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Das große 2×5-Interview: Ulf Glasenhardt, KUZ Mainz-Chef, 43 Jahre

Interview: David Gutsche. Foto: Jana Kay.

Wann und wie geht es los mit dem neuen KUZ?
Es geht von 0 auf 100 los. Der Umbau wurde abgeschlossen. Wir haben alle Abläufe organisiert und müssen uns noch im Praktischen finden. Die Eröffnungswoche steigt vom 14. bis 22. Dezember mit vielen Local Heroes. Dann gibt es noch eine Party am 1. Weihnachtsfeiertag und die große Silvesternacht. Danach haben wir ein paar Tage Zeit, um das Erprobte einzusortieren und nachzusteuern. Das reguläre Programm startet dann ab dem 10. Januar mit dem Selig-Sänger Jan Plewka, Erobique, Pussy Riot und weiteren Acts. Das werden schöne Abende für Mainz – und für unser Team in Zukunft lange Nächte. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Michelle Gönder, Wiesbadener Weinkönigin Michelle I., 18 Jahre

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr

BERUF

Warum braucht Wiesbaden eine Weinkönigin?

Wiesbaden hat, auch wenn das vielen gar nicht so bewusst ist, sehr viel Weinbau, gerade auch in den Stadtteilen. Das muss eine Person vertreten – und den Wein, aber auch die ganze Stadt, repräsentieren, im Rheingau oder auch anderswo. Das ist wichtig, um Touristen oder Weinkenner anzulocken. Vor allem werde ich zu den verschiedenen Weinfesten, insbesondere im Rheingau, gehen und Wiesbaden dort vertreten, aber genauso auch bei verschiedensten Terminen in der Stadt präsent sein. Ich werde auch auf Tourismusmessen dabei sein. Und ich werde für das Produkt Wein werben, gerade auch bei den jüngeren Leuten, wo Wein nicht so wirklich das Trendgetränk ist – um zu zeigen, dass der Wein doch was kann. (mehr …)

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Das große 2×5 (+1)-Interview: Erdoğan-Statue, Eintagsfliege mit Langzeitwirkung

Interview und Foto: Dirk Fellinghauer

BERUF

Sie haben Wiesbaden mit Ihrem reichlich überraschenden Auftauchen auf dem Platz der deutschen Einheit ganz schön aufgemischt. Schlechtes Gewissen?

Nein, überhaupt nicht. Warum auch? Vor allem habe ich Wiesbaden und Wiesbadener miteinander ins Gespräch gebracht. Menschen mit Wurzeln in unterschiedlichsten Ländern, mit teilweise komplett konträren Ansichten, Kurden und Erdoğan-Fans, Schüler und Jugendliche und Rentner, Intellektuelle und sogenannte „einfache Leute“. Alle strömten herbei, viele von ihnen sprachen und stritten miteinander, mitten auf einem Platz in der Stadt, von Angesicht zu Angesicht, voller Temperament und Emotionen, ungefiltert und unmoderiert. So etwas war früher eigentlich selbstverständlich, heute kommt es kaum noch vor, höchstens hinter Bildschirmen und Tastatur versteckt in den Sozialen Medien. Und ganz nebenbei: Wiesbaden bundesweit in den Schlagzeilen, in Funk und Fernsehen und in der Weltpresse, von Washington Post bis New York Times – das hätte die Stadt ohne meinen Besuch wohl kaum geschafft. (mehr …)

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Das 2×5-Interview: Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer Kulturfonds Frankfurt RheinMain, 66 Jahre, 3 Kinder

Interview Dirk Fellinghauer. Foto Arne Landwehr.

BERUF

10 Jahre Kulturfonds Frankfurt RheinMain, 5 Jahre Geschäftsführer Helmut Müller – wie hat sich die Institution entwickelt,  welche Akzente haben Sie gesetzt?

Zunächst stand das Ziel, die kulturellen Leuchttürme der Region zu stärken, im Vordergrund. Da finden sich aber viele kleine Städte und Gemeinden nicht wieder. Deshalb haben wir den Aspekt der Vernetzung und der Förderung auch kleinerer Projekte ausgebaut.  Wir machen nun auch eigene Projekte, wie etwa die Weltmusik-Reihe. Hinzu kommen neue Felder wie das Crowdfundingprojekt „KulturMut“ und „Kunstvoll“, das Bildungsprojekt. Zudem machen wir intensiv Öffentlichkeitsarbeit. Man muss schon schauen, dass der Fonds auch bemerkt wird. Wir haben auch ein sehr gut besetztes Kuratorium. Das sind sehr hochkarätige Fachleute aus der ganzen Bundesrepublik, die die Szenen kennen und keine eigenen Interessen haben. Es ist spannend, weil man auch mitbekommt, was an anderen Orten und Plätzen so passiert. Das ist eine tolle Vernetzung. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Sammy Amara, 39 Jahre, Broilers-Sänger

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr.

BERUF

Ihr veranstaltet als Düsseldorfer Erfolgsband das „Broilers City Riot Fest“ im Schlachthof-Kulturpark. Warum gerade in Wiesbaden? 

Wiesbaden liegt super. Es ist auch lange her, dass wir hier gespielt haben. Außerdem hat der Schlachthof ein super Team, und die Location und das Gelände sind einfach geil. Wir konnten hier ein Ein-Tages-Festival nach unseren Vorstellungen kreieren, ein toller Abschluss unserer Saison. Wir haben zum einen Bands eingeladen, die wir gut kennen – Flogging Molly, Booze & Glory, Emscherkurve 77 – und zum anderen Bands, die wir sehr schätzen: The Selecter, eine Twotone-Ska-Legende aus England, und Drangsal, der wird so ein bisschen als das Pop-Wunderkind gehandelt. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Dr. Dietmar Eisenhammer, 74 Jahre, Ruhestands-Aktivist

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr.

BERUF

Sind Sie ein typischer Rentner?

Nein! Seit 2004 bin ich im Vorruhestand – offiziell wurde ich mit 65 verrentet.  Man muss sich neue Tätigkeitsfelder schaffen und auch suchen. Es gilt wirklich „Wer rastet, der rostet“. Als ich 2004 ausgeschieden bin, habe ich mir aufgrund meines europäischen Kopfes gesagt: Wir müssen hier etwas für die Älteren tun. In meiner grenzüberschreitenden Zusammenarbeit während meiner Tätigkeit in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei habe ich gesehen, dass wir den Jugendlichen so viel Geld für Austauschprogramme geben. Das Thema „Ältere und Europa“ war damals aber noch nicht aktuell. Als ich dann 70 war, sagte ich mir, irgendwo ist das Thema ein Selbstläufer geworden, und ich will auch nicht mehr so viel durch die Welt reisen. Man kommt zu einem Punkt, wo man etwas mehr Ruhe sucht. Da kam ich 2010 durch einen Arzt auf die vegane Ernährung und hörte, auch in Wiesbaden gibt es vegane Treffen und vegane Lokale. Seitdem bin ich hier engagiert. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Martin Michel, 41 Jahre, Geschäftsführer RMCC, Kurhaus, Wiesbaden Marketing

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr

BERUF

Sie sind „Super-Geschäftsführer“ von gleich drei stadteigenen Gesellschaften. Wie kriegen Sie das unter einen Hut?

Indem ich mich darauf verlassen kann, dass ich einerseits zwei Mit-Geschäftsführer habe und dass wir uns optimal ergänzen und unterstützen. Aber primär, weil in allen drei Gesellschaften unheimlich tolle Mitarbeiter sehr eigenverantwortlich und selbstständig agieren. Wenn das nicht der Fall wäre, könnte ich da oben rumstrampeln wie ich will. Mit denen macht es einfach Spaß, Themen zu bewegen. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Heleen Gerritsen, Leiterin goEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films

Das große 2×5-Interview mit Heleen Gerritsen, der neuen Leiterin goEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films, 39 Jahre.

Interview Dirk Fellinghauer. Foto Arne Landwehr.

BERUF

Sie haben im Herbst 2017 die goEast – Leitung übernommen. Welche neuen eigenen Akzente möchten Sie als Festivalchefin setzen?

Das Festival hat an sich ein sehr klares Profil, da muss man nicht unbedingt das Rad neu erfinden. Ich sehe die Aufgabe nach wie vor darin, die gesamte Bandbreite des Filmschaffens aus Mittel- und Osteuropa zu zeigen, auch jungen Nachwuchstalenten eine Chance zu geben und zu schauen, was für ein deutsches Publikum interessant sein kann. Und dass man bestimmte Vorurteile abbauen kann, die doch immer noch existieren über den „Ostblock“. Neu ist, dass wir zum ersten Mal auch Virtual Reality-Arbeiten zeigen. Da passiert in Mittel- und Osteuropa sehr viel, gerade im experimentellen Bereich, im Westen bekommt man aber noch nicht viel davon zu sehen. Da haben wir sehr spannende, wilde, lustige Projekte entdeckt. Darauf freue ich mich. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Saskia Veit-Prang, Wiesbadener Frauenbeauftragte, 51 Jahre, 3 Kinder

Interview: Dirk Fellinghauer. Foto: Arne Landwehr

BERUF

Frauenbeauftragte, da denken viele an lila Latzhosen und an Alice Schwarzer. Und liegen mit dieser Assoziation im Jahr 2018 wahrscheinlich ziemlich daneben?

Das würde ich auch so sehen. Obwohl meine Vorstellung, als ich jung war, auch diese lila Latzhosen waren. Ich fand das auch immer sehr uncool. Das lag einfach daran, dass ich bis dahin einfach Glück im Leben gehabt hatte. Wenn man jung ist und hat eine sehr gute Ausbildung und die persönliche Erfahrung gemacht, dass alles schön ist und gut läuft, dann denkt man, das geht auch so weiter. Das ist dann aber halt nicht so. Irgendwann kommen gewisse Einschnitte und Erfahrungen, die zeigen, dass es mit der Gleichberechtigung nicht so weit her ist. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Alexander Wieczerzak, Judo-Weltmeister, 26 Jahre

Interview Dirk Fellinghauer. Foto Arne Landwehr.

BERUF

Im August 2017 wurdest du erster deutscher Judo-Weltmeister seit 2003 – und das nach einem Jahr voller Verletzungen und Erkrankungen, bis hin zum lebensbedrohlichen Denguefieber. Du hast, so war zu lesen, lange und wiederholt geweint und konntest dein Glück kaum fassen. Hast du dich inzwischen dran gewöhnt, Weltmeister zu sein?

Ja schon, das hat aber wirklich wochenlang gedauert. Auch nach Monaten bin ich immer mal wieder aufgewacht und habe gedacht: Boah, ich bin Weltmeister! Klar war das immer mein Traum. Aber ich habe gewusst, dass der Weg hart ist. Und das dann wirklich zu erreichen, das war schon heftig. Da denkt man schon: Krass, ich hab´s geschafft. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Dr. Christian Gastl, IHK Präsident, 43 Jahre, 2 Kinder

Interview Dirk Fellinghauer. Foto Simon Hegenberg.

BERUF

Die IHK setzt sich im Interesse ihrer 35.000 Mitgliedsbetriebe laut Selbstbeschreibung für bessere Standortbedingungen ein. Wie ist es um die Standortbedingungen in Wiesbaden bestellt?

Vom Grundsatz sind wir gut aufgestellt. In der Konjunkturumfrage haben wir immer überdurchschnittliche Werte. Aber das ist nichts, worauf man sich ausruhen kann. Es gibt einiges, was noch verbesserungswürdig ist – in Bereichen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung, Infrastruktur. Ein Thema sind Flächen. Oft wird vergessen, dass in unserem Bezirk die Industrie eine nicht unerhebliche Rolle einnimmt. Aber sie braucht auch die Möglichkeit, sich auszubreiten. Es ist immer unglücklich, wenn man versucht, Gewerbe mit Wohnen aufzurechnen. Deshalb ist es besser, wenn man mehr Flächen insgesamt zur Verfügung hat. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Isabelle Acker, Sinnstifterin & YouTuberin, 22 Jahre

Interview Dirk Fellinghauer. Foto Arne Landwehr. 

Für  deine jungen Jahre hast du schon einen beachtlichen Lebenslauf – wie schaut der aus im Schnelldurchlauf?

Nach meinem Abitur 2013 wusste ich überhaupt nicht, was ich machen soll. Ich habe dann erst mal ein Designpraktikum gemacht für drei Monate. Eigentlich wollte ich immer als Au-pair in die USA. Dann bin ich aber zum Freiwilligen Sozialen Jahr beim „People´s Theater“ in Offenbach gekommen. Das war das beste Jahr meines Lebens. Wir sind als Mentoren für eine friedlichere Gesellschaft jeden Tag in Schulklassen gegangen und haben über interaktives Theater soziale Kompetenzen vermittelt.  Anschließend war ich dann drei Monate in den USA, dann drei Monate bei dem Fernsehsender Hamburg 1, dann drei Monate in Asien und drei Monate in München bei „Galileo“, das war auch richtig cool. Im Oktober 2015 habe ich schließlich angefangen, Film zu studieren. (mehr …)