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Lust auf raus?! Freiluftfest(ival)-Saison startet: sensor-Überblick mit Klassikern und Neuzugängen

Von Laura Ehlenberger. Fotos Veranstalter.

Für manche kommt es überraschend, andere fiebern schon längst darauf hin. Heute beginnt das Kranzplatzfest – eines der ältesten, sympathischsten und beliebtesten Straßenfeste Wiesbadens. Aber ganz und gar nicht das einzige Freiluftereignis der nächsten Wochen und Monate, wie unser Überblick zeigt. Wo feiert ihr?
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Engagiert euch! “Der visionäre Frühschoppen im Exil” stellt im “60/40” Wiesbadener “Weltverbesserer” vor

„Engagiert euch!“ ist das Thema No. 16 bei „Der visionäre Frühschoppen im Exil“ am Sonntag, dem 28. Mai, um 12 Uhr im Schlachthof-Lokal „60/40“. Nach der Schließung des Walhalla ist die gemeinsame Veranstaltungsreihe des Stadtmagazins sensor und des Wahalla auf Wanderschaft durch wechselnde Locations. Diesmal richtet die Informations- und Inspirationsveranstaltung den Fokus auf Wiesbadener „Weltverbesserer“. Außerdem wird erstmals öffentlich die Vision für ein festes Walhalla-Exil-Domizil präsentiert. Welcher bekannte Wiesbadener Ort sich dafür aufgetan hat, dürfte für Überraschung und einiges Aufsehen sorgen. (mehr …)

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Das große 2×5-Interview: Dietmar Krah, Koordinator „Kultur im Park“, 56 Jahre, 1 Tochter

Interview Dirk Fellinghauer. Foto Arne Landwehr. 

BERUF

Warum gibt es „Kultur im Park“?

Am Anfang hatte hier die Stadt eine schäbige Wiese geschaffen. Man war dann überrascht, dass diese trotzdem eine Menge Leute anzog, die auch gewaltige Müllberge hinterließen. Das war um 2006. Es kamen auch unangenehme Gestalten, die nicht Grillen und Chillen im Sinn hatten. Sie kamen eher, um zu peilen, wem sie das Handy abnehmen können. Der traurige Höhepunkt war, als im November 2010 der 18-jährige Fabian Senft totgeschlagen wurde. Als es kurz darauf noch einen Raub mit Messer gab, hat der Schlachthof gesagt: So geht das nicht weiter, die Menschen müssen hier angstfrei herkommen können. Innerhalb von sieben Tagen war ein Securitydienst von 19 bis 4 Uhr morgens organisiert, und es gab eine starke Polizeipräsenz, Streifenwagen standen auf der Wiese. Nach einem Jahr stellte man fest: Die Wiese ist nun sicher, aber jetzt kommt gar keiner mehr hierher. Das war die Geburtsstunde von Kultur im Park. (mehr …)

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Musik zwischen Raumfahrt und Science-Fiction – „Sternenklang“-Konzert heute wird die Wucht

Wenn die Mozart-Gesellschaft wie üblich Klassik-Konzerte veranstaltet, sind eigentlich Kurhaus, Casino-Gesellschaft oder Museum die Schauplätze des musikalischen Geschehens. Mit ihrem rührigen Vorsitzenden Karl-Werner Joerg ist die traditionsreiche Gesellschaft, die in der Zwischenzeit ein wenig eingestaubt war, aber verstärkt auch um neues Publikum bemüht  – mit neuen Formaten, frischen Ideen, und nun einer außergewöhnlichen, unerwarteten Konzertlocation: Im Schlachthof ist der Konzerttitel „Sternenklang“ Programm heute um 17 Uhr. Das Monumentalwerk „Die Planeten“ op. 32 von Gustav Holst wird dem „Star Wars“-Soundtrack von John Williams übergestellt. Das Ganze kann nur, musikalisch und als Ereignis, die Wucht werden. Als Kontrast, sozusagen zum Runterkommen, erklingt Charles Ives´ kurze Meditation „The unanswered question“. (mehr …)

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Sommersaison startet heute im Zietenring-Hinterhof: Chris & Taylor spielt mit SOS zur “Acoustic Night”

Zur Eröffnung der Sommersaison am Zietenring 6 veranstaltet das “Studio ZR6” heute ab 18 Uhr eine “Acoustic Night” mit Chris & Taylor. Das Duo besteht aus Chris Hastrich,  gemeinsam mit seiner Gitarre der Marke Taylor. 2017 veröffentlichte der Singer/Songwriter mit „Phönix aus dem Staub“ sein erstes deutschsprachiges Album. Den Abend im Hinterhof eröffnet das Akustik-Coverduo Save Our Souls (SOS).  Das STUDIO ZR6 steht als frisch gegründeter Kulturverein laut Selbstbeschreibung “für die Förderung von kulturellem und sozialem Leben im Wiesbadener Westend und darüber hinaus” und meint damit: “Kunst-Schaffende in den Bereichen Fotografie, Musik, Design, Gestaltung, Film und Theater sollen im Studio ZR6 die Möglichkeit erhalten,
ihr Können zur Schau zu stellen und ihre Projekte zu verwirklichen.” Das STUDIO ZR6 sei mehr als eine Örtlichkeit oder Location: “Es ist Leben pur. Vom Eigentümer des Hauses, Sascha Burjan initiiert, engagieren sich Nachbarn und Freunde gleichermaßen für ein familiäres Miteinander und für die Organisation und Durchführungen von Projekten in verschiedenen Bereichen.” http://studio-zr6.de/ (dif/Bild Studio ZR6)

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sensor-Wochenendfahrplan: Humbug und andere Highlights

Von Laura Ehlenberger. Fotos Veranstalter. 

Was ist der irischen Punkpop-Band “The Undertones” sowie dem Britpop-Gespann mit Namen “The Kooks” gemein? Einiges! 1. Sie machen gute Musik. 2. Sie sind bekannt. 3. Sie beehren an diesem Wochenende den Schlachthof mit ihrem Kommen – und 4. Ihre Konzerte sind beide restlos ausverkauft! Jammerschade, denken sich da einige – vollkommen zurecht! Um ein wenig Trost zu spenden, hat sich sensor in den Weiten des Wiesbadener Veranstaltungsuniversums begeben und stieß passenderweise auf Sternenklänge, ebenfalls im Schlachthof. Zudem stellen sich an diesem Wochenende zwei junge eloquente Männer modernen Lebensfragen, die Medienakademie feiert 5. Geburtstag und es gibt feinsten Indie-Rock mit “Mind Trap” (Foto), “We Are Rome” und “My Friend The Immigrant” – allesamt gastieren sie im Kulturpalast. Ansonsten hätten wir für Unentschlossene allerlei schönen Humbug! (mehr …)

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Ein Festival im 7. Himmel – “Besser als nix” bringt am Wochenende beste Newcomer auf die Rheinwiesen

Die siebte Auflage des beliebten Newcomerfestivals Besser als nix!, oder einfach Ban!, auf den Geisenheimer Rheinwiesen lädt an diesem Wochenende wieder ein, neue Bands, DJs, Aktionen und Stände aller Art zu entdecken. Das Herz des Ban! sind neben ca. 130 ehrenamtlichen Helfern der Ban!Gang natürlich die Bands und Künstler. Wie immer konzentriert sich das Line-up vornehmlich auf Newcomer aus der Region. Das Festivalprogramm startet am Freitag um 18 Uhr. Opener ist die Pop-Punk Formation Mind Blowing. Der Rest des Abends steht im Zeichen von Rap und HipHop, das Programm läuft bis in die Nacht hinein. Um 21.45 Uhr steht Bosca auf der Bühne. Im Januar 2017 ist das dritte Soloalbum des Wiesbadener Rappers erschienen. Um 23 Uhr beschließt Passepartout  das Freitagsprogramm, eine deutschfranzösische HipHop Band mit Musikern aus Koblenz und Frankfurt, deren musikalischer und lyrischer Anspruch Hand in Hand gehen. Am Samstag öffnen sich die Festivaltore dann bereits wieder um 12 Uhr. Abends spielen unter anderem Indieboy, IZE und Blümchenknicker (Foto). Am Abschlusssonntag wird es unter anderem Auftritte des Wiesbadener Jugendzirkus Flambolé und von Thrillerpfeifen und Chris & Taylor geben. Rund gehen wird es auch wie immer auf der Elektrobühne und überhaupt ist das Festival so großartig, dass der Titel “Besser als Nix” eigentlich viel zu bescheiden ist. Und dass das ganze nix kostet, macht es nochmal besser. (dif/Foto Ban!)
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Medienakademie feiert am 20. Mai fünfjähriges Bestehen mit Tag der offenen Tür

5 Jahre Medienakademie Wiesbaden: Das sind über 5 Jahre erfolgreiche Seminare und Workshops, individuelle Beratung und Projekte, tolle Teilnehmer und motivierte Dozenten, treue Kunden und Geschäftspartner – und das möchte natürlich gefeiert werden! Um „Danke“ zu sagen, öffnet die Fabrikation am Samstag, 20. Mai. von 11 bis 17 Uhr ihre Türen und lädt zu Vorträgen, einer Schnupperstunde und gibt Raum für gute Gespräche in den Räumen der “Fabrikation”. www.medienakademiewiesbaden.de

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Fahrradklimatest: Wiesbaden “verteidigt” letzten Platz und bleibt fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands

Wiesbaden bleibt fahrradunfreundlichste Stadt Deutschlands. Dies ist das Ergebnis des soeben veröffentlichten ADFC Fahrradklimatests 2016. Unter den Städten über 200.000 Einwohnern landet Wiesbaden auf Rang 39 von 39. Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und fand zum siebten Mal statt. Über 120.000 Bürgerinnen und Bürger haben 2016 das Fahrradklima in 539 Städten beurteilt und per Fragebogen  bewertet, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet und ob sie sich auf dem Fahrrad sicher fühlen. Die Ergebnisse sollen zeigen, wo sich Verkehrsplaner und politisch Verantwortliche erfolgreich für besseren Radverkehr einsetzen und auch wo sich Radfahrende von ihnen allein gelassen fühlen. In Wiesbaden bleibt auch für den neuen Verkehrsdezernenten Andreas Kowol viel zu tun, was diesem aber sehr bewusst ist.

“Hat deine Stadt ein Herz fürs Rad?” lautete die “Grundsatzfrage” der umfangreichen Befragung durch den Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club. Trotz einer insgesamt äußerst negativen Bewertung fanden die Wiesbadener Radfahrer immerhin auch Positives: “viele Einbahnstraßen sind für Radfahrer geöffnet”, “Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln” und “gutes Angebot öffentlicher Leihfahrräder” (dies ein Verdienst des Asta der Hochschule RheinMain) werden auf der “Habenseite” vermerkt. Als besonders negative Punkte werden “geringes Sicherheitsgefühl”, “selten Falschparkerkontrolle auf Radwegen” und “schlechte Führung an Baustellen” ins Feld geführt.

“In Wiesbaden wird einfach nicht ans Fahrrad gedacht”

Der Wiesbadener ADFC-Vorsitzende Karl-Peter Schütterle kommentiert die Ergebnisse: „In Wiesbaden wird einfach nicht ans Fahrrad gedacht. Doch Fahrradfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor für attraktive Städte. Sie ist ein Grundpfeiler für lebenswerte Städte – deshalb macht es uns Sorgen, dass sich die Wiesbadener auf dem Rad unwohl fühlen.” Seine Hoffnung: “Umgekehrt zeigt der Fahrradklima-Test mit dem Vergleich zum Aufsteiger Hanau, dass Radverkehrsförderung auch honoriert wird. Mit dem neuen, aus Hanau kommenden, Verkehrsdezernenten erhoffen wir uns einen Aufbruch zur Fahrradstadt, damit Wiesbaden die rote Laterne als fahrradfeindlichste Großstadt abgibt.“

In den letzten Jahren fehlte es nach Einschätzung des ADFC Wiesbaden/Rheingau-Taunus am politischen Willen in der Kommunalpolitik bei der Umsetzung des seit zwei Jahren vorliegenden Radverkehrskonzeptes. Mit der Kooperationsvereinbarung und den dort festgelegten Radverkehrsbudget von 10 Euro pro Einwohner und den ersten Schildern der „wegweisenden Beschilderung“ seien Grundsteine für die Radwende gelegt.

1563 Wiesbadenerinnen und Wiesbadener haben sich an der diesjährigen Umfrage beteiligt und den umfangreichen Fragebogen ausgefüllt. Die detaillierte Auswertung für Wiesbaden ist hier zu finden, die Gesamtergebnisse mit Münster als erneutem souveränen Spitzenreiter hier.   www.fahrradklima-test.de (Dirk Fellinghauer/Bild ADFC)

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Welche Stadt-Kultur braucht Wiesbaden? Stadtgespräch heute im Kiezkaufhaus

Die Wirtschaft boomt. Das Bruttoinlandsprodukt steigt weiter. Aber wie geht es uns? Sind wir glücklicher als noch vor 10 Jahren, als das BIP bei x % war? Wie ist das Verhältnis arm-reich? Wie gehen wir miteinander um? Das Stichwort heißt Kultur. Wir sind geprägt von “immer weiter, schneller, höher”. Effizienz auf allen Kanälen. Aber was bleibt auf der Strecke? Wie könnte eine Stadt aussehen, die sich entschleunigt. Wo der öffentliche Raum wieder zur Begegnung einlädt. Wo Verweilen das Durchrasen ablöst. Wo Kinder auf den städtischen Plätzen spielen und Radfahrer willkommen sind.  Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Meinhard Miegel (Stiftung kulturelle Erneuerung) und Dr. Alexander Klar (Museum Wiesbaden) beleuchtet heute um 19 Uhr im Kiezkaufhaus, Wilhelmstraße 47 (Theaterkolonnaden), den Kulturbegriff und was konkret in Wiesbaden getan werden kann. Ganz im Sinne der Kultur, wird im Kiezkaufhaus neben Gesprächen auch musiziert. Stefanie Hazenbiller spielt Konzert-Akkordeon und Clara Holzapfel Violine. Willkommen sind alle, die etwas verändern wollen. Bei freiem Eintritt, versteht sich.